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Realschule plus Herdorf

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Rauchfreie Schule

Liebe Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrte Erziehungsberechtigte
,

die Ministerin für Bildung, Frauen und Jugend hat die Schulen in Rheinland-Pfalz seit Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes im Jahr 2007 aufgefordert, alles zu unternehmen, um Schülerinnen und Schüler vom Rauchen fernzuhalten.

Mit der Neufassung der Übergreifenden Schulordnung vom 12. Juni 2009 werden die Schulen verpflichtet, Maßnahmen und Regelungen zu treffen, die eine rauch- und alkoholfreie Schule zum Ziel haben. Hier heißt es in § 93:

§ 93 Rauch- und alkoholfreie Schule

  1. Die Gewährleistung des Nichtraucherschutzes erfolgt gemäß den Bestimmungen des Nichtraucherschutzgesetzes Rheinland-Pfalz vom 5. Oktober 2007 (GVBl. S. 188, BS212-2);Verstöße von Schülerinnen und Schülern gegen danach bestehende Rauchverbote sind Verstöße gegen die Ordnung in der Schule im Sinne des § 95.
  2. Der Konsum von alkoholischen Getränken ist den Schülerinnen und Schülern aus gesundheitlichen und erzieherischen Gründen bei allen schulischen Veranstaltungen untersagt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, die mindestens 18 Jahre alt sind, Ausnahmen im Einvernehmen mit dem Schulelternbeirat und der Vertretung für Schülerinnen und Schüler gestatten.

Bereits zu Beginn des Schuljahres 2006/07 haben die Lehrerinnen und Lehrer der Don-Bosco-Realschule plus Herdorf beschlossen, ihrerseits eine „Rauchfreie Schule“ zu gewährleisten und sind mit einem Rauchverbot für alle an der Schule Beteiligten (Lehrpersonal, außerschulische Partner, Hausmeister und Reinigungskräfte) in Vorleistung getreten.

Leider stellen wir wiederholt fest, dass trotz intensiver Bemühungen der Schülervertretung um eine Verbesserung und Einsicht immer wieder einige Schülerinnen und Schüler durch ihre Intoleranz und Rücksichtslosigkeit gegenüber ihren Mitschülerinnen und Mitschülern das Schulklima entscheidend stören.

Die Schülerschaft leidet darunter, dass die Toilettenkabinen zu Raucherkabinen umgewandelt werden, so dass notwendige Toilettenbesuche nicht stattfinden können – und das bei einem Ganztagsbetrieb! Insbesondere ein Schutz der Nichtraucher ist hier zwingend notwendig.

Außerdem werden mit Zigaretten und Feuerzeugen die Trennwände in den Toiletten beschädigt.

Einige Ecken des Schulgeländes verkommen zu unansehnlichen Raucherecken mit den üblichen Müllresten.

Bereits in der Gesamtkonferenz am 08.11.2006 haben die Vertreter des Schulelternbeirates, des Schulausschusses, die Schülersprecher sowie das Kollegium und die Schulleitung folgende Vereinbarungen getroffen, um das vom Ministerium dann per Gesetz eingeforderte Rauchverbot und den Nichtraucherschutz wirksam umzusetzen:

  1. Schülerinnen und Schüler, die erstmals beim Rauchen angetroffen werden oder auf provozierende Weise in der Öffentlichkeit rauchen, erhalten eine schriftliche Ermahnung, die der Klassenlehrer den Erziehungsberechtigten zuschickt und als Kopie in die Schülerakte aufnimmt. Diese Ermahnung kann Auswirkungen auf die Verhaltensnote im Zeugnis haben. Bereits ein dringender Verdacht, wie z.B. aufsteigender Zigarettenqualm, Mundhygiene, etc. führt zu dieser Ordnungsmaßnahme.
  2. Schülerinnen und Schüler, die wiederholt auf dem Schulgelände rauchen, sind eine ernstliche Gefahr für die Gesundheit ihrer Mitschüler und werden von der Schulleitung vom Unterricht des laufenden Schultages ausgeschlossen. Dieser Ausschluss ist eine disziplinarische Ordnungsmaßnahme gemäß § 97 der Übergreifenden Schulordnung und hat Auswirkungen auf die Verhaltensnote. Der Klassenlehrer unterrichtet die Erziehungsberechtigten vor dem Ausschluss telefonisch. Sind die Erziehungsberechtigten nicht erreichbar, wird schriftlich ein Termin mitgeteilt, an dem der Ausschluss erfolgt.
  3. Bei wiederholten Auffälligkeiten behält sich die Schulleitung vor, das zuständige Jugendamt und Gesundheitsamt zu informieren und die Schülerin/ den Schüler für die Dauer der Gefährdung vom Schulbesuch auszuschließen. Weitere Maßnahmen können ausgesprochen werden, wie z.B. die verpflichtende Teilnahme an einem „Suchtpräventionsseminar“ als schulische Veranstaltung im Nachmittagsbereich. Diese Maßnahmen beruhen auf § 92 (1) der Übergreifenden Schulordnung.

Abschließend appellieren wir nochmals ausdrücklich an die Eigenverantwortung der Erziehungsberechtigten und an die Einsicht, dass das Rauchverbot und der Nichtraucherschutz im Nichtraucherschutzgesetz der Landesregierung vom 05.10.2007, in der Schulordnung und in unserer Hausordnung eingefordert werden und diese Gesetze und Ordnungen für alle während des gesamten Schultags bis 16.00 Uhr und bei allen anderen Schulveranstaltungen verbindlich sind. 

57562 Herdorf, 01. August 2009

Schulleitung und Schülervertretung der Don-Bosco-Realschule plus Herdorf

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